Warum der Regenbogen im Logo?

Dieses Jahr haben wir diesen Monat, dem Pride Month, wie viele andere Unternehmen auch unser Logo etwas geändert. Der Hintergrund unseres Sterns ist statt rot nun mit einer Progress-Flag hinterlegt:

Das Leo Skull Logo mit der Regenbogen-Fahne als Hintergrund im Stern.

Die Progress (engl. Fortschritt) Flagge wurde 2017 von dem*r nichtbinären Grafikdesigner*in Daniel Quasar entworfen. Diese Variation der originalen Regenbogenflagge enthält auf der linken Seite einen Keil in Farben der Trans-Pride-Flagge und in braun und schwarz, den Farben der marginalisierten Communities. Dieser Keil, der in die Richtung, in die die Flagge schwingt, gerichtet ist, symbolisiert, dass noch viele Fortschritte vor uns liegen. Durch die Farben soll ein besonderes Augenmerk auf trans Menschen und Schwarze und andere Personen of Color gelegt werden. Außerdem soll der schwarze Streifen auch diejenigen repräsentieren, die mit AIDS und dem dazugehörigen Stigma leben oder daran gestorben sind.

Queer Lexikon

Menschen, die mich etwas länger kennen, wissen, dass ich es eher skeptisch sehe, wenn Unternehmen, vor allem große Konzerne, ihre Logos im Juni umfärben. Oft genug machen diese Unternehmen Geschäfte in und mit Staaten, in denen zum Beispiel Homosexualität unter Strafe steht. Das passt einfach nicht zusammen, dann gleichzeitig einen auf Ally zu machen.

Trotzdem habe ich dieses Jahr beschlossen, dass wir unser Logo umfärben. Wir sind kein Konzern, wir sind ein kleines Team und sind uns hier durchgehend einig, dass es absolut irrelevant ist, welche Hautfarbe, welches Geschlecht eine Person hat, mit welchem Geschlecht sich eine Person identifiziert oder zu welchem Geschlecht sich ein Mensch hingezogen fühlt. Stark vereinfacht könnte es so ausgedrückt werden: „Sei wie immer du bist und sein willst, nur sei kein Arschloch!

Wenn Mensch nicht gerade mit geschlossenen Augen durch die Welt geht, ist offensichtlich, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten sicher vieles besser geworden ist für queere Menschen, aber auch bei uns sind wir längst nicht soweit, wie wir sein müssten. Angesichts von steigenden Zahlen bei Verbrechen gegen die sexuelle Orientierung, dem Hass, der auf verschiedenen Plattformen gegen Menschen ausgeschüttet wird und der Tatsache, dass fast 20% der wahlberechtigten Menschen in diesem Land bereit wären, ihre Stimme einer rechtsextremen Partei zu geben, ist es notwendig zu zeigen, wo man steht. Auch als Unternehmen.

Also haben wir für diesen Monat unser Logo geändert. Und das werden wir jedes Jahr wieder tun, so lange es notwendig ist.

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Carsten

Carsten

Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer von Leo Skull, Jahrgang 1974, erster Rechner war ein Atari 800XL, hat sich noch per Akustikkoppler in Mailboxen rumgetrieben, experimentiert viel mit seinen Haaren und steckt Klemmbausteine zusammen.

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